Magic Anaximander

Martin A. Ciesielskis Start mit fernöstlicher Tiefenatmung und dem Herausschreien der angesammelten Energie wirkte im Rahmen eines Creative Mornings der Medienbranche kurios, ließ an sündhaft teure Seminare denken, in denen bornierte Manager aufgeweckt und zum Zuhören animiert werden müssen. Den Schrei beantwortete ein Hund prompt mit herzlichem Bellen. Es konnte losgehen im hübsch betonierten Keller des Generator Hostels.
Das Motto des Tages hieß magic. Nicht immer findet man in den Vorträgen des CM das Motto wieder, heute in jedem Satz. Denn alles um uns herum ist magisch. Ob Smartphones, Containerschiffe, Harry Potter, Steve Jobs, Geldscheine, die Beziehungen der Dinge und Personen zueinander. Das mag beruhigen, wenn der Durchblick abhanden gekommen ist und die, die darauf Wert legen, dass das so ist, werden sich darüber freuen.
Die Welt gerade umgekehrt als nicht magisch zu begreifen, gilt gemeinhin als großer Kulturfortschritt, der mit dem Namen Anaximander und seinem ersten Satz der abendländischen Philosophie verbunden wird. Den Mann und seinen Satz muss niemand kennen, trotzdem leben wir mit den Folgen. Und es schien am Ende, dass das Publikum sich vom Gegenteil nicht hat überzeugen lassen, so unterhaltsam und gekonnt der Vortrag dieses Wochenende auch einläutete.

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