Die Wachsamkeit gegenüber gewissen Elementen

Ein Rentnerin plaudert nach der Bestellung in einem Schnitzelrestaurant mit dem Kellner und sagt, dass sie in der Schule gegenüber das Abitur gemacht habe. Bevor der Kellner die Bestellung in die Küche gibt, prüft er die Aussage des Gastes. Sie stellt sich als falsch heraus. Es war eine andere Schule. Einer der gerufenen Polizeibeamten telefoniert. Die Rentnerin muss wegen öffentlicher Falschaussage mitgehen.
Der Angestellte eines Botendienstes kauft während der Pause einen Kirschyoghurt bei Edeka und erzählt an der Kasse, dass er gestern den Stromanbieter gewechselt habe. Die Kassiererin prüft die Aussage des Kunden. Sie stellt sich als falsch heraus. Es war der Gasanbieter. Im Moment als der Bote die Automatiktür passiert, wird er von drei Polizisten abgefangen. Auf dem Bildschirm des Mobiltelefons erscheint auf Nachfrage der Präzedenzfall aus dem Schnitzelrestaurant. Der Bote muss mitgehen.
Am 23. Februar 2016 betritt eine Edekakassiererin ein Schnitzelrestaurant in Spandau. Es ist 21 Uhr und es herrscht Hochbetrieb. Der Kellner weist auf einen Vierertisch, an dem bereits zwei Gäste speisen. Die Edekakassiererin setzt sich dazu. Sie schaut nicht in die gereichte Karte, sondern bestellt sofort Zitronenlimo und Schnitzel auf Spandauer Art. Dem Gespräch von Mann und Frau am Tisch ist zu entnehmen, dass das Leben schön sei. Der Mann macht eine Einschränkung, die Frau jedoch besteht darauf, dass das Leben schön sei. Der Mann lehnt sich zurück und hebt das leere Bierglas, als der Kellner mit der Zitronenlimo für die Edekakassiererin erscheint. „Was?“ fragt der Mann plötzlich laut. Aber die Frau hat gar nichts gesagt. Sie essen Rehbraten, nicht Schnitzel. Der Rehbraten ist versteckt unter brauner Sauce mit grünen Pfefferkörnern. Er lässt sich mit der Gabel zerteilen, so weich ist er. Das Messer der Edekakassiererin erweist sich als unscharf, als das Schnitzel vor ihr liegt. Zudem ist das Schnitzel zu groß für den Teller. Natürlich ist der Kellner schuld, der einen zu kleinen Teller und ein stumpfes Messer brachte. Oder der Chef des Kellners, der unzureichendes Inventar vorhält. Oder der Koch, was die Größe des Schnitzels angeht, weil es äußerst dünn und extra breit geklopft ist. Aber das ist die Spandauer Art. Der Mann und die Frau sprechen über Wild im Wald. Zwei Polizisten betreten das Schnitzelrestaurant. Wahrscheinlich haben sie Einsatzpause und wollen ein Schnitzel zum Mitnehmen. Aber so ist es nicht. Bei Hochbetrieb im Schnitzelrestaurant wird der kleine Tisch neben dem Tresen von den Speisekarten befreit und dient als Katzentisch. Dort sitze ich, dort entdeckt mich die Polizeistreife. Wegen unbotmäßiger Beobachtungen muss ich mitgehen.

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